Je später der Einstieg, desto besser
Alkohol gehört für viele Erwachsene zum Alltag. Für Kinder und Jugendliche ist er jedoch besonders riskant: Körper und Gehirn befinden sich noch in der Entwicklung. Früher und regelmäßiger Alkoholkonsum kann die Entwicklung beeinträchtigen und das Risiko für spätere Probleme erhöhen.
Warum ist Alkohol für Jugendliche problematisch?
Schon geringe Mengen können bei Jugendlichen zu riskantem Verhalten, eingeschränktem Reaktionsvermögen und Fehleinschätzungen führen. Auch Alkoholvergiftungen und Unfälle sind mögliche Folgen. Ein früher Einstieg kann außerdem das Risiko für eine spätere Alkoholabhängigkeit erhöhen.
Was können Eltern tun?
Eltern können Jugendlichen Orientierung geben:
frühzeitig und offen über Alkohol sprechen
Fragen und Erfahrungen ernst nehmen
klare Regeln für Feiern und Treffen vereinbaren
einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol vorleben
erreichbar bleiben, wenn eine Situation außer Kontrolle gerät
Wichtig: Eine vertrauensvolle Beziehung hilft Jugendlichen, sich bei Problemen an ihre Eltern zu wenden.
Was gilt rechtlich?
Unter 16 Jahren: Bier, Wein und Sekt dürfen nicht an Jugendliche abgegeben werden.
Ab 16 Jahren: Bier, Wein und Sekt dürfen gekauft und konsumiert werden.
Ab 18 Jahren: Spirituosen und andere hochprozentige alkoholische Getränke dürfen gekauft und konsumiert werden.
Gut zu wissen
Nicht jeder Jugendliche, der Alkohol ausprobiert, entwickelt ein problematisches Konsumverhalten. Entscheidend ist, im Gespräch zu bleiben, Interesse zu zeigen und Orientierung zu geben.
Weitere Informationen
Kenn dein Limit
drugcom – Alkohol
Wenn Sie sich Sorgen um den Alkoholkonsum Ihres Kindes machen, können Sie sich an die Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle der Diakonie für den Landkreis Fürth wenden.